Odermatt holt eine große und eine kleine Kugel
Bei den Olympischen Spielen blieb Marco Odermatt ohne Gold, seine Stellung als dominantester Skirennläufer der Welt aber ist unangefochten. Beim Weltcup im französischen Courchevel sicherte sich der 28 Jahre alte Schweizer zum fünften Mal nacheinander den Gesamtweltcup, zum dritten Mal nacheinander gewann er auch die kleine Kristallkugel für den Gesamtsieg in der Abfahrtswertung.
Odermatt reichte auf der "L'Éclipse", auf der er vor drei Jahren Weltmeister in der Königsdisziplin geworden war, Rang drei (+0,31 Sekunden) hinter dem Österreicher Vincent Kriechmayr und Giovanni Franzoni (Italien/+0,09). Mit fünf großen Kristallkugeln zieht er mit Marc Girardelli (Luxemburg) gleich - vor den beiden liegt mit acht Gesamtsiegen nur der Österreicher Marcel Hirscher.
Kriechmayr beendete mit seinem 20. Weltcupsieg die längste Durststrecke der Österreicher in der Abfahrt: 23 Rennen waren sie zuvor sieglos geblieben, seit dem Erfolg von Kriechmayr im März 2023. Der 34 Jahre alte Doppelweltmeister von 2021 will am Saisonende angeblich aufhören, behauptete allerdings in Courchevel: "Ich habe die Entscheidung noch nicht getroffen."
Odermatt, der bei Olympia in Bormio zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen hatte, hat im Gesamtweltcup bei noch sechs ausstehenden Rennen uneinholbare 632 Punkte Vorsprung auf Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien). Die kleine Kristallkugel in der Abfahrt gewann er vor Teamkollege Franjo von Allmen - der Dreifach-Olympiasieger kam nicht ins Ziel und hat beim Finale keine Chance mehr auf den Gesamtsieg.
Odermatt wiederum kann schon am Samstag im ersten von zwei Super-G auch den Gesamtsieg in dieser Disziplin einfahren. Es wäre sein vierter nacheinander.
J.Karalis--AN-GR