Athens News - Mittag vor WM: "Zeitenwende im internationalen Sport"

Börse
DAX 0.53% 25510.29 €
Goldpreis 0.3% 4180.9 $
Euro STOXX 50 0.79% 6351.58 €
TecDAX 1.07% 4012.25 €
SDAX 0.9% 18413.96 €
MDAX 0.42% 31027.16 €
EUR/USD -0.26% 1.1344 $
Mittag vor WM: "Zeitenwende im internationalen Sport"
Mittag vor WM: "Zeitenwende im internationalen Sport" / Foto: © FIRO/SID

Mittag vor WM: "Zeitenwende im internationalen Sport"

Die Kritik an der bevorstehenden Fußball-WM in Katar ist für den Sportwissenschaftler Jürgen Mittag (Köln) ein Anzeichen der sich verändernde Rahmenbedingungen für Sportverbände. "Wir erleben einen Zeitenwandel im internationalen Sport", sagte der 52-Jährige in der Podiumsdiskussion "Mehr als 1:0" der Friedrich-Ebert-Stiftung im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund: "Besonders stark im westlichen Bereich treten Medien verstärkt kritisch und auch Fans in Erscheinung."

Textgröße:

Die angeprangerten Sonderstellungen für große Weltorganisationen wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) oder den Fußball-Weltverband FIFA ist für Mittag das Resultat einer systemischen Fehlentwicklung.

Der Wissenschaftler von der Deutschen Sporthochschule (DSH) in Köln erkennt aber zugleich Tendenzen zu womöglich umwälzenden Veränderungen: "Wir erleben gegenwärtig vor allem auf europäischer Ebene, dass das besondere Organisationsprinzip 'Eine Sportart - ein Verband' stark herausgefordert wird."

Es seien Rechtsprechungen des Europäischen Gerichtshofes hinsichtlich kartellrechtlicher Aspekte, durch die Monopole von europäischen und internationalen Verbänden infrage gestellt werden, zu erwarten. Mittag: "Dadurch könnte unser Sportsystem, wie wir es kennen, noch mit weitreichenden Konsequenzen auf den Kopf gestellt werden."

C.Katsaros--AN-GR