Athens News - UNO: Klimawandel bedroht Millionen Menschen in Südasien - Regierungen müssen handeln

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UNO: Klimawandel bedroht Millionen Menschen in Südasien - Regierungen müssen handeln
UNO: Klimawandel bedroht Millionen Menschen in Südasien - Regierungen müssen handeln / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

UNO: Klimawandel bedroht Millionen Menschen in Südasien - Regierungen müssen handeln

Der Klimawandel bedroht nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Existenzgrundlage von Millionen Menschen in Südasien, moderne Technologien und rechtzeitiges Regierungshandeln könnten demnach aber das Schlimmste verhindern. "Die Kosten einer humanitären Katastrophe gehen in die Milliarden", sagte die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. "Die Kosten, in Widerstandsfähigkeit zu investieren, können viel niedriger liegen."

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Pope sagte AFP bei einem Besuch in Neu Delhi, steigende Meeresspiegel, Überschwemmungen und Dürren bedrohten Häuser und landwirtschaftliche Flächen. Sie verwies zudem auf den verheerenden Gletscherabbruch in Nepal, der eine tödliche Sturzflut ausgelöst hatte, und für den Wissenschaftlern zufolge der Klimawandel einer der Haupttreiber gewesen war.

Laut IOM könnten im schlimmsten Fall 40,5 Millionen Menschen bis zum Jahr 2050 gezwungen sein, ihre Häuser zu verlassen. Wenn die Menschen keine Lebensmittel mehr produzieren oder ihr Vieh nicht mehr füttern könnten, sei es häufig der erste Schritt, fortzuziehen, sagte Pope. In Indien etwa würden dadurch die Städte weiter wachsen.

Durch die Verfügbarkeit besserer Daten und durch Künstliche Intelligenz könnten Regierungen indes Risikogebiete schon identifizieren, bevor eine Katastrophe geschehe, sagte Pope. Indem Wettervorhersagen mit Informationen über regionale Lebensgrundlagen kombiniert würden, könnten die Behörden diejenigen Gemeinden bestimmen, die am dringendsten auf Unterstützung angewiesen seien. "Wenn man weiß, dass eine Gemeinde bedroht ist, müssen wir nicht warten, bis sie vertrieben wird, um zu antworten."

Zu den Möglichkeiten gehörten etwa bessere Anbaumethoden, die Menschen für andere Berufe auszubilden oder dort, wo es etwa durch wiederholte Überflutungen oder Dürren notwendig sein sollte, die Gemeinden umzusiedeln. Das dafür notwendige Geld aufzutreiben sei häufig ein großes Hindernis, sagte Pope. Sie verwies aber auf die Investitionen Indiens in Frühwarnsysteme, Katastrophenhilfe und Technologien. Dies gebe Anlass zu Optimismus, sagte die IOM-Chefin. Aber kein Land könne die Herausforderungen angesichts ihrer Größe alleine schultern.

F.Kavvadias--AN-GR